Was steckt dahinter? Wofür braucht man das?
Die meisten ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer haben in ihrer Zeit bei einer Freiwilligen Feuerwehr an einem Leistungsabzeichen teilgenommen und bei bestandener Prüfung das jeweilige Abzeichen verliehen bekommen. Aber warum genau wird das gemacht?
Hinter dem Leistungsabzeichen verbergen sich die Grundtätigkeiten der Feuerwehrausbildung. Bei dem Leistungsabzeichen „Gruppe im Löscheinsatz“ steht die Hauptaufgabe der Feuerwehr im Mittelpunkt – Die Brandbekämpfung!
Unter den kritischen Augen der Prüfer, zeigen die Teilnehmer ob die Handgriffe für einen simulierten Zimmerbrand unter Zeitdruck sitzen. Entscheidend ist das die Feuerwehrdienstleistenden auch jede Aufgabe innerhalb der Gruppe übernehmen können, denn ausgenommen von Maschinisten und Gruppenführer werden die Positionen (Angriffs-, Wasser-, Schlauchtrupp und Melder) vor Beginn der Prüfung ausgelost.
Es ist ein Zusammenspiel von Grundwissen, Geschick und Teamarbeit das zum Bestehen des Abzeichen führt, den zu viele Fehler oder das nicht Erreichen des Einsatzzieles unter der vorgegebenen Zeit und die Gruppe hat die Prüfung nicht bestanden.
Dieses Mal stellten sich 17 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwache 2 aufgeteilt in zwei Gruppen der Prüfung in ihrer jeweiligen Stufe (es gibt 6 Stufen). Während bei den Stufen Bronze und Silber noch keine Zusatzaufgabe von den Teilnehmern gefordert wird, muss die Stufe Gold den Schiedsrichtern den Lagerort von Geräten im Fahrzeug zeigen. Prüflinge der höchsten Stufe (Gold Rot) müssen noch einen theoretischen Prüfungsbogen beantworten.
Aufgeteilt ist die Prüfung in drei Abschnitte. Im ersten Abschnitt werden Knoten und Stiche sowie die Zusatzaufgaben abgenommen. Im zweite Abschnitt, dem Hauptteil, bauen die Trupps, geführt vom Gruppenführer, einen Löschaufbau von der Wasserentnahmestelle (ein Hydrant) bis zum Strahlrohr auf, um einen „Brand“ zu löschen. In der Prüfungsvariante mit Atemschutz müssen auch die entsprechenden Einsatzstandards wie im Realeinsatz eingehalten werden.
Im dritten Teil der Prüfung, wird durch die Mannschaft eine Saugleitung zur Entnahme von Löschwasser aus einem offenen Gewässer aufgebaut. Ist diese erfolgreich gekuppelt worden, muss der Maschinist Funktion und Dichtigkeit von Saugleitung und Fahrzeugpumpe prüfen.
Ist alles wieder im Fahrzeug verstaut, und somit Fahrzeug und Gruppe wieder einsatzbereit, meldet der Gruppenführer den Prüfern „Leistungsprüfung beendet!“.
Beide Gruppen der Feuerwehr Freising haben erfolgreich das Leistungsabzeichen abgelegt. Dies zeigt Stadtbrandmeister und Kommandant der Wache 2 Christian Schäffler, dass seine Mannschaft gut ausgebildet und leistungsfähig ist. Mit stolz überreichte er den Teilnehmern noch vor Ort ihre neu erworbenen Abzeichen die auch sogleich ihren Platz an der Uniform gefunden haben.
Ein besonderer Dank geht an die Prüfer der Kreisbrandinspektion Freising für die Abnahme, sowie dem Ausbilder für die Vorbereitung an diesem Tag.





