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3 Verletzte bei Wohnungsbrand in Hochhaus

13.09.2005 (fw/uk) -

Bei einem Wohnungsbrand im 1. OG eines 8-geschoßigen Hochhauses in der Kepserstraße wurden in der Nacht zum Dienstag drei Personen durch Rauchgaseinwirkung verletzt und zur stationären Behandlung ins Klinikum Freising gebracht. Ein Mädchen, das zu Besuch in der Wohnung war, konnte unverletzt die Wohnung verlassen und bei Angehörigen untergebracht werden. Das gesamte Gebäude, in dem insgesamt 168 Personen gemeldet sind, musste aufgrund der starken Rauchentwicklung vorsorglich von der Feuerwehr geräumt werden.

Wie die Polizei mitteilte, gingen kurz vor 22.50 Uhr innerhalb kürzester Zeit mehrere Notrufe aus der Kepserstraße ein. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte stand ein Raum der betroffenen Wohnung bereits in Vollbrand, die restliche Wohnung sowie Flure und Gänge waren teils mit dichtem schwarzem Rauch beaufschlagt. Auch von außen waren große Teile des Gebäudes in eine dichte Rauchwolke gehüllt. Die Feuerwehr leitete parallel sofort mehrere Maßnahmen ein. Absoluten Vorrang hat die Sicherheit der Bewohner. Durch die Räumung des Gebäudes wurde die zu Einsatzbeginn durchaus kritische Situation beruhigt.

Bei der Größe des Gebäudes und der großen Anzahl von Bewohnern, die teilweise nicht oder nur sehr wenig deutsch sprechen konnten, war dies sehr personalaufwändig. Immer wieder tauchten Personen in den oberen Stockwerken auf den Balkonen auf. Unter Einsatz von zwei Drehleitern konnten die Personen beruhigt und in Sicherheit gebracht werden. Durch die Bauweise des Gebäudes bestand jedoch keine unmittelbare Gefahr mehr für die Bewohner der oberen Stockwerke. Gleichzeitig wurde die Brandbekämpfung im Innenangriff sowie im Außenangriff über die Drehleiter der Feuerwache 2 jeweils durch Trupps unter schwerem Atemschutz eingeleitet.

Zur Entrauchung kamen sofort zwei Überdruckbelüfter zum Einsatz. Gespannt verfolgten die Bewohner, die sich zunächst auf dem Bürgersteig der gegenüberliegenden Straßenseite gesammelt hatten, das turbulente Einsatzgeschehen. Sie wurden von Polizei und BRK betreut. Alle Bewohner, mit Ausnahme der Bewohner der Brandwohnung, die völlig unbewohnbar ist, konnten nach Abschluss der Löscharbeiten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden. Die Feuerwehr Freising war mit insgesamt 12 Fahrzeugen und 63 Dienstleistenden aus der zuständigen Feuerwache 2 und der Hauptfeuerwache bis 0.30 Uhr im Einsatz.

Eingesetzt wurden unter anderem zwei C-Rohre zur Brandbekämpfung, zehn Trupps unter schwerem Atemschutz und zwei Überdrucklüfter. Die Polizei war mit starken Kräften vor Ort und koordinierte unter anderem die Räumungsaktion. Das BRK Freising war mit Notarzt und mehreren Rettungswägen, sowie der SEG (Schnelleinsatzgruppe) im Einsatz. Fazit der Feuerwehr: Der zweite gefährliche Hochhausbrand innerhalb von 11 Monaten in Freising (Anm.: im Oktober 2004 brannte es im 6. OG in der Bourdonstr.) konnte durch einen massiven Personal- und Fahrzeugeinsatz erneut ohne weitere Personenschäden erfolgreich durchgeführt werden. Durch die gezielte Ausbildung und das Training in der Freisinger Feuerwehr, gerade was den Hochhauseinsatz betrifft, waren die Einsätzkräfte auf diese außergewöhnliche Situation gut vorbereitet.


Im Einsatz


Hauptfeuerwache (ELW, MZF, TroTLF, DLK, LF 16/12, LF 8/6, KLF)
Feuerwache 2 (ELW, LF 16/12, DLK, LF 16-TS, LKW)
BRK Freising
PI Freising

Einsatzbericht

Einsatzort
Kepserstraße
Meldebild
Zimmerbrand
Alarmzeit
22:50
Einsatzdauer
2 Std.
Kräfte
63
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