Sicherheit im Gleisbereich steht an erster Stelle
Feuerwehr übt Vorgehen bei Einsätzen in Bahnanlagen
30.09.2009
(fw) -
Immer wieder wird die Feuerwehr Freising zu Einsätzen im Bereich des Bahnhofs oder den Gleisanlagen der Bahnstrecke München-Landshut gerufen. Um im Notfall schnell, aber auch ohne Eigengefährdung helfen zu können, bildeten sich kürzlich rund 25 Mitglieder der Freisinger Wehr auf diesem Gebiet fort.
Zwei Notfallmanager der Deutschen Bahn riefen zunächst die Gefahren im Bahnbereich in Erinnerung. Neben der offensichtlichen Gefahr durch fahrende Züge und deren langen Bremswegen stellt bei einem Rettungseinsatz stets auch die Hochspannung im Fahrdraht der Oberleitung eine große Gefahr dar. Auch vor der Sogwirkung vorbeifahrender Züge und einer Einklemmgefahr in Weichen müssen sich die Helfer in Acht nehmen.
Praktisch üben konnten die Feuerwehrler dann direkt im Gleisbereich des Bahnhofs. Ein Teil der Gleise wurde vorübergehend eigens für den Verkehr gesperrt und die Oberleitung abgeschaltet. Die Helfer konnten die mitgebrachte Erdungsausrüstung der Feuerwehr so unter Realbedingungen zum Einsatz bringen. Hierfür gibt es bei der Freisinger Feuerwehr Spezialisten - sogenannte "Bahnerdungsberechtigte", die im Umgang mit den Gerätschaften eigens geschult sind und Ihre Fachkenntnis regelmäßig auffrischen müssen. So ist die Feuerwehr in der Lage, bereits Erdungsmaßnahmen zu ergreifen, bevor ein DB-Notfallmanagaer vor Ort ist.
Ebenfalls zum "Übungseinsatz" kam der sogenannte Bahn-Rettungssatz. Kernstück sind zwei handbetriebene Schienetransportwägen, auf denen z.B. Verletzte über die Gleise abtransportiert werden können. Die Wägen eignen sich ebenfalls zum Transport von Material und Gerät an einen Unglücksort.
Fazit: Eine lehrreiche Übungseinheit mit viel Praxisbezug, die den Frauen und Männern der Feuerwehr die Gefahren im Bahnbereich in Erinnerung rief und das nötige Wissen für einen erfolgreeichen Einsatz vermittelte. Der Dank von Kommandant Anton Frankl gebührte den beiden Bahn-Notfallmanagern - Herrn Huber und Frau Ulrich - die sich in den Abendstunden Zeit nahmen und die Veranstaltung mit organisierten.
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