Bilanz des Unwetters vom Dienstag
Weite Teile des Landkreises schwer betroffen
27.05.2009
(uk) -
Mehr als 100 Feuerwehreinsätze, unzählige Keller unter Wasser, blockierte Straßen, Hagelschäden ist die grobe Bilanz des schweren Unwetters, das am Dienstagabend über den Landkreis Freising hinweg zog. Das Unwetter fegte mit ungeheurer Wucht über den westlichen, nördlichen und östlichen Teil des Landkreises. Im Gegensatz zum letzten Donnerstag (Christi Himmelfahrt) gingen aus dem Stadtgebiet Freising keine Hilfeersuchen bei der Feuerwehr ein. Lediglich in Attaching war ein Keller unter Wasser.
Dennoch hatte die Einsatzzentrale der Freisinger Feuerwehr alle Hände zu tun. Bereits um 19.11 Uhr wurde wegen des großen Einsatzaufkommens in den Landkreisen Freising und Erding von der Integrierten Leitstelle die gesamte Einsatzdisposition für den Landkreis Freising an die Freisinger Einsatzzentrale übergeben. Allein in der ersten Stunde bis gegen 20.00 Uhr gingen dabei mehr als 60 Einsatzmeldungen ein.
Der Weg der Unwetterfront von Westen nach Osten konnte dabei fast minutiös an den sich aneinander reihenden Einsatzorten abgelesen werden. Als Einsatzschwerpunkt stellte sich der Raum um Au/Hallertau und um Rudelzhausen heraus. Rund 40 Einsatzmeldungen zu überfluteten Kellern und umgestürzten Bäumen stammen aus diesem Bereich.
Weitere Einsatzschwerpunkte waren der Bereich Fahrenzhausen/Kammerberg. Hier war neben überfluteten Kellern unter anderem die B 13 durch mehrere Bäume blockiert. Bei Viehbach fielen Teile eines Baumes in eine Stromleitung und erzeugten Funkenflug. Die Schadensstelle wurde von den Feuerwehren großräumig abgesperrt. Es kam zu Stromausfällen. Auch in Paunzhausen und Schlipps mussten die Feuerwehr Keller auspumpen. In Mauern fiel ebenfalls zeitweise der Strom aus. In Niederndorf (Gde. Mauern) stand zum wiederholten Male die Straße unter Wasser. Mehrere Fahrzeuge blieben vorübergehend stecken.
In Moosburg war die Bahnunterführung in der Thalbacher Str. und mehrere Keller, ebenso wie im Gemeindebereich Wang, überflutet. Zu allem Übel wurde die Feuerwehr Moosburg auch noch zu einem Großbrand in den Nachbarlandkreis Landshut (Buch am Erlbach) zur Unterstützung gerufen. Mehrere Unwettereinsätze und überflutete Keller wurden auch aus den Gebieten um Kranzberg und Allershausen, sowie Kirchdorf gemeldet. Die Region Nandlstadt Langenbach war wiederum stärker betroffen. Insgesamt wurden hier 14 Einsätze registriert. In Margarethenried (Gde. Hörgertshausen) wurde ein Dach abgedeckt und mehrere Keller standen unter Wasser. Auch in Attenkirchen und Wolfersdorf gab es Überflutungen.
Auf mehreren Staats- und Landkreisstraßen sowie auf der B 11 Nahe Thonstetten beseitigten die Feuerwehren Äste und Bäume. Im Bereich Badendorf (Gde. Wolfersdorf) war ein Handwerksbetrieb überflutet. Die Verbindungsstraße von Zolling nach Palzing war stark durch Schlamm verschmutzt.
Insgesamt waren rund 40 Feuerwehren des Landkreises Freising im Einsatz. In der Einsatzzentrale der Freisinger Feuerwehr wurde um 23.15 Uhr der letzte Alarm registriert. Die Aufräumarbeiten und die Einsätze dauerten jedoch noch weit in die Morgenstunden hinein an.
Die Fotos fertigte Pressesprecher Ullrich Kachel an, kurz bevor die Unwetterfront Freising erreichte.
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